Freitag, 28. November 2008 - Alte Oper Frankfurt/M.
Im Zeichen von Kabarett & Comedy stand das diesjährige PASS Late Year Benefiz am 28. November in der Alten Oper Frankfurt. Vor rund 1.500 Besuchern spielten Künstler aus drei unterschiedlichen Regionen des deutschsprachigen Raumes: Der Hesse Bodo Bach, der Franke Erwin Pelzig und der Österreicher Josef Hader. Der Erlös von 40.000 Euro fließt in die Jugendstiftung des Handball Leistungszentrums TV Großwallstadt und in die Jugendarbeit der Rhein-Main Bienen (Frauenhandball Bundesliga).
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Drei der gegenwärtig erfolgreichsten deutschsprachigen Kabarettisten begeisterten etwa 1.500 Gäste im Rahmen des PASS Late Year Benefiz 2008 am 28. November in der Alten Oper Frankfurt.
Robert Treutel alias Bodo Bach führte durch den Abend. Mit den Scherzanrufen bei einem Pfleger eines österreichischen Spitals und einem Polizisten des 1. Reviers in Frankfurt, in dessen Bezirk die Alte Oper liegt, ernteten sowohl die Angerufenen wie auch der Künstler viel Beifall. Bei ersterem wollte er sich einmieten, weil ja die Unterkünfte im Skiurlaub so teuer sind. Bei der Polizei wollte der Kabarettist - er ist bekannt durch seine obligatorische Kappe als Kopfbedeckung - ein gutes Wort für das Publikum einlegen. Hier in der Alten Oper sei ein vom Alkohol angeheitertes Publikum und die Kollegen sollten es doch bitte auf der Heimfahrt nicht zu genau mit Kontrollen nehmen.
Einigen Männern dürfte der Österreicher Josef Hader aus der Seele gesprochen haben. Er sprach die Gefühle des supersensiblen Mannes in einer harten Schale aus, der unverstanden von den Frauen dahin darbt. Am Piano brillierte er am Schluss der Veranstaltung mit einem tiefgründigen Song.
In kariertem Hemd, mit Hut und Herrenhandtasche kommt Frank-Markus Barwasser alias Erwin Pelzig auf die Bühne. Sein Entrée ist zeit- und ortsnah. Er philosophiert über die Banker und „ihre Krise“. Dann geht’s schnell zurück in die bayerischen Gefilde, wo er über einen kürzlich erfolgten Besuch in der Landeshauptstadt München berichtet. Sein Erlebnis dort: Ein Auffahrunfall mit einer Luxuskarosse der Marke Maybach.
Für jeden Gast im Großen Saal gehen 10 Euro auf das Spendenkonto. Rund 8.000 Euro wurden über die Tombola eingenommen, für die zahlreiche Unternehmen und Organisationen Gutscheine und Sachgewinne beisteuerten. Der 1. Preis, ein zweiwöchiger Aufenthalt in einem Ferienhaus in Florida, ging an einen der jugendlichen Helfer der Tombola. Doch nicht nur dieser junge Mann, sondern auch jugendliche Handballer aus der Region dürfen sich freuen.
Junge Menschen stark machen
PASS rundet das Spendenaufkommen noch einmal deutlich auf. Die Mitarbeiter des Unternehmens verzichten dafür dankenswerterweise auf ein Weihnachtsgeschenk. So ist es nun möglich, insgesamt 40.000 Euro für die Kinder- und Jugendarbeit zweier Vereine zu übergeben.
Die Erlebnisse in Kindheit und Jugend prägen uns das ganze Leben lang. Sport und Spiel sind ein wichtiger Bestandteil der körperlichen und geistigen Entwicklung und lehren uns „spielend“, was auch in anderen Lebensbereichen wie Familie und Beruf wichtig ist: Freude, Teamgeist, Durchhaltevermögen, Fairness, Rücksicht, Umgang mit Niederlagen, Erfolgserlebnisse, Courage u.v.m.
PASS unterstützt daher Projekte im Sport, die
Jugendstiftung TV Großwallstadt
Eine Spende von 20.000 Euro geht an die Jugendstiftung des TV Großwallstadt. In der heutigen Zeit ist es auf Grund der gestiegenen Kosten immer weniger Kindern und Jugendlichen möglich, am gemeinschaftlichen Sport im Verein teil zu nehmen. Monatsbeiträge von fünf bis zwölf Euro sind oft für kinderreiche Familien zu viel. Auch einmalige Sportveranstaltungen wie Trainingscamps, Trainingslager, etc. können viele Familien einfach nicht finanzieren. Deshalb verlassen immer mehr der jungen Mitglieder die Vereine.
Die Stiftung möchte gesellschaftliche Verantwortung vor allem in der Region übernehmen und versteht sich in erster Linie als Partner des Handballsports. Ziel der Jugendstiftung des TV Großwallstadt ist, gemeinsam mit den Vereinen, Partnern und Sponsoren eine Lösung zu finden, damit auch Kinder aus finanziell schwachen Verhältnissen ihre Lieblingssportart ausüben können.
Nachwuchsförderung der „Rhein-Main Bienen“
Weitere 20.000 Euro erhält die Jugendabteilung der HSG Sulzbach-Leidersbach. Die erste Frauenhandball-Mannschaft dieses Vereines (in der Nähe von Aschaffenburg), als „Rhein-Main Bienen“ bekannt, hat 2007 sensationell den Aufstieg in die erste Bundesliga geschafft. Beeindruckend daran ist vor allem, dass dies durch eine nachhaltige Aufbauarbeit erreicht wurde – und nicht etwa ausschließlich durch Zukäufe starker und teurer Spielerinnen. Diese Erfolgsgeschichte motiviert viele Kinder und Jugendliche in dieser Region, ebenfalls aktiv zu werden. Um die Nachwuchsspielerinnen gebührend fördern zu können, bedarf es vieler Maßnahmen: Ausrüstung, Transfer zu den Spielen, Durchführung von Trainingslagern u.v.m. kommen auf Verein und Eltern zu. Hier setzt die finanzielle Unterstützung mit den Erlösen des PASS Late Year Benefiz ein.
Allen Helfern, Spendern, den Künstlern und nicht zuletzt allen Gästen herzlichen Dank für Ihren Beitrag, Ihre Mitwirkung und Ihr Kommen.