Golf Club Main Spessart - Marktheidenfeld - Samstag, den 02. Juni 2007

nachbericht

Von herrlichen Ausblicken und fliegenden Rasenmatten

Bei hervorragendem Golfwetter, trocken mit einem Mix aus Sonne und Wolken, fand der erste PASS-IT Cup am 2. Juni auf dem Platz des GC Main-Spessart statt. Nach einer Stärkung mit deftigem Weißwurstfrühstück, sowie Kaffee und Kuchen ging es zum Warmschlagen auf die Driving Range. Der Turnierstart wurde aufgrund der Verkehrslage auf der A3 eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Um 12.30 Uhr ging es los. Parallel versammelten sich diejenigen, die noch kein Golf spielen, sich aber mit dem Gedanken tragen, zum Schnupperkurs mit anschließendem Kurzplatzturnier. Er war komplett ausgebucht und so hatten die beiden Pros alle Hände voll zu tun. Bei der späteren Siegerehrung für die „Schnupperer“ sparte Malcolm Brown., gebürtiger Engländer nicht mit Lob; eingebettet in den sprichwörtlichen englischen schwarzen Humor: „Die Teilnehmer haben mich wirklich positiv überrascht: der Ball flog häufig sogar weiter, als die Rasenmatten. Ich bin sehr froh, dass es zu keinen ernsten Verletzungen gekommen ist“ flunkerte er in gebrochenem Deutsch, bevor er die Gewinner auszeichnete.

„No Sports“ lautete die Devise derer, die zwar gerne ihre Partner zum Golfturnier begleiteten, den Tag aber lieber für einen gepflegten Shopping-Nachmittag im nahe gelegenen Wertheim-Village nutzten. Sie wurden vom komfortablen Shuttleservice dort abgesetzt und später, zum Ende des Turniers wieder abgeholt.

Beim vorgabewirksamen Turnier hatten die Spielerinnen und Spieler unterdessen erst einmal mit Windböen zu kämpfen, die während der ersten neun Löcher anhielten. Danach waren die Bedingungen dann perfekt. Am Halfway-Haus stand eine ausgiebige Stärkung bereit. Mit einem atemberaubenden Blick über das Maintal bot die Szenerie die nötige Entspannung für die zweite Hälfte.

Beigeisternden Golf boten auch vier junge Spieler, deren Handicaps für sich sprechen:
Anna Schäfer (-1,8), Marius Maisel (-2,3), Maximilian Hamm (1,8) und Christoph Wischnath (-1), allesamt Anfang 20 und Bundesligisten. Sie waren auf vier Flights verteilt. Ihre Flight-Partner waren jeweils hellauf begeistert: „Der Christoph ist ohne Worte“ staunt einer der anderen Spieler am Abschlag zum „Longest Drive“ an Loch neun, nachdem er den Ball längst aus den Augen verloren hat. „Diese jungen Leute haben überhaupt keine Allüren, sind trotz Ihres Niveaus völlig auf dem Teppich geblieben und wir hatten eine Menge Spaß“ freut sich Gerhard Hattig vom GC Main-Spessart. „Es ist ein Genuss, denen beim Spielen zuzuschauen.“

So verwundert es natürlich nicht, dass die vier bei der Siegerehrung dominierten. Anna Schäfer vom GC Frankfurt gewann das Brutto der Damen mit 25 Punkten, Maximilian Hamm vom GC Bergisch Land bei den Herren mit 35 Punkten. Die weiteren Ergebnisse:

Nettowertung:
Gruppe A (HCP Pro  - 18,4)
1. Robert Stenger   37 Nettopunkte
2. Gerhard Bauer 37 Nettopunkte
3. Marion Weißenberger  36 Nettopunkte
   
Gruppe B (HCP 18,5 - 26,4)
1. Gerhard Hattig 36 Nettopunkte
2. Thorsten Ruwe 36 Nettopunkte
3. Kai Bollmann 35 Nettopunkte
   
Gruppe C (HCP 26,5 bis --)
1. Guido Stöcker  45 Nettopunkte
2. Marika Stegmann 33 Nettopunkte
3. Hans-Ulrich Dietz 32 Nettopunkte
   
Nearest-to-the-Pin, Damen Anna Schäfer
Nearest-to-the-Pin, Herren Gerhard Bauer
Longest Drive, Damen Maria Etulain de Stöcker
Longest Drive, Herren Peter Maximilian Hamm

Die Sieger gewannen jeweils ein Wochenende in einem Golfhotel. Das Reiseziel können sie aus einer Reihe von Vorschlägen selber wählen. Gestiftet wurden die Hauptpreise von der Firma Emotion Marketing & Tourismus. 

Im Anschluss an das Turnier trafen sich alle Gäste zum „Aprés Golf“ im Biergarten. Bei Live-Musik wurden Score-Cards ausgewertet, Schläge analysiert und miteinander auf einen schönen Golftag angestoßen. Auch während des ausgiebigen Drei-Gang-Menus lies man lachend, philosophierend und mit vielen Pointen den herrlichen Golftag ausklingen. Immer wieder wurden Bezüge zwischen dem Golfsport und dessen Lehren für die anderen Bereiche des Lebens hergestellt, deren Kern stets die Faszination von geistiger und körperlicher Aktivität dieses Sports bildete. So blieben am Ende sympathische Eindrücke von einem interessanten Sport und seinen faszinierten Protagonisten.

Was könnte die Atmosphäre da besser vervollständigen, als ein Feuerwerk am – inzwischen – nächtlichen Juni-Himmel? Nachdem die Musiker als Walking-Act alle Gäste noch einmal auf das Grün geleitet hatten, brannte der Himmel in leuchtenden Farben für 20 Minuten. Das Lichterspiel wurde begleitet von den „Ohhhh“ und „Ahhhh“-Rufen der Gäste: dem einzig würdigen Kommentar für dieses feierliche Ende eines herrlichen Tages.

Unser Dank gilt allen Teilnehmern, egal ob Golfer oder Nicht-Golfer und natürlich allen Sponsoren und Helfern.

Auf Wiedersehen bis zum nächsten PASS IT-Cup!

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